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Unser Dorf Byhlen wurde 1340 erstmals urkundlich erwähnt. Seine Schreibweise in den alten Urkunden wechselte mehrmals von "Belin, Beelin, Belyn, Bühlen oder Biehlen" auf die heutige bekannte Form. Dabei kann oder soll der slawische Wortstamm "belin" auf eine helle Sand-Fläche oder Ortsmarke hinweisen. 1655 geht die Herrschaft Straupitz und die umliegenden Dörfer an die Familie Houwald über. Die Orte sind fast 300 Jahre mit diesem Grafengeschlecht verbunden, wobei Kriege, Hungersnöte aber auch langfristige positive Entwicklungen zu verzeichnen sind. Der Ort wuchs von einem Vorwerk zum Dorf.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde 1937 der allzu slawische Ortsnamen in Waldseedorf umgewandelt.

Im Ergebnis des 2.Weltkrieges wurden mit dem Sieg der Sowjetunion 1945 viele neue Weichen gestellt: Byhlen wurde wieder Byhlen, der Straupitzer Graf wurde entmachtet und die Bodenreform brachte den kleinen Bauern Land. Es wurde eine LPG gegründet und wieder aufgelöst. Es gab eine DDR und eine Wiedervereinigung. Die "Rote Armee" mußte nach über fünfzig Jahren den angrenzenden Truppenübungsplatz verlassen.

Byhlen liegt heute am Rande des Geschehens in Brandenburg. Ein ruhiger naturnaher Ort an einem idyllischen See, wenig Tourismus und eine überwiegend ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft.

Aber Byhlen war in der Vergangenheit auch Verkehrsknotenpunkt zwischen Cottbus und dem Schwielochsee. Von 1846 bis 1879 verlief unmittelbar am Ort die Cottbus-Schwielochsee- Eisenbahn. Und obwohl es eine Pferdeeisenbahn war, gehörte sie mit dem Verständnis der damaligen Zeit zu den ersten Eisenbahnen der Niederlausitz. 1897 wurde dann die Spreewaldbahn eröffnet. Byhlen war Knotenpunkt am Abzweig nach Lieberose und hatte einen eigenen Bahnhof. Obwohl viel Handel und Verkehr erwuchsen, wurde auch diese technische Entwicklung überholt, was 1970 mit der Stillegung der Bahn seinen Abschluß fand.

Wer heute nach Byhlen kommt sollte sich Pintschens Quell ansehen, den Weinberg besuchen oder auch mal zum Gay wandern. Bronzezeitliche Funde und ein großes Urnengräberfeld weisen darauf hin, daß unser Gebiet schon sehr viel früher besiedelt war. Wie werden die Plätze unserer Vorfahren nicht unbedingt finden, können aber die Natur für unsere Kinder erhalten.

2010 fotografiert "Luftikus" Detlef Rößler Byhlen von oben und nun kann jeder seinen Lieblingsplatz suchen. Das Foto findet Ihr in der Bildergalerie und kann nach Willen des Urhebers für private Zwecke heruntergeladen werden.